RuhrMasters überqueren die Alpen für Glückskind

Spendenstand: 560 Euro

(Stand 08.05.2019)

Zwei Räder für Essens Kinder – Die RuhrMasters sind Prof. Klaus Wermker und Arndt Paykowski. Gemeinsam bringen sie über 100 Jahre Engagementpower auf die Pedale. Zum zwölften Mal treten sie bei der TOUR TransAlp vom 23. bis 29. Juni 2019 an und stellen sich der 800 km-Strecke und über 18.000 Höhenmetern. Und dieses Mal fahren sie für den guten Zweck!

Die TOUR Transalp ist eine echte Herausforderung. Die Rennrad-Etappenfahrt für Zweierteams verläuft einmal quer über die Alpen und verlangt viel von den Sportler*innen ab. Die Strecke führt über sieben Etappen von Österreich über die Alpen bis an den nördlichen Gardasee. Bis zu 1.000 Hobbyrennradler aus über 30 Ländern treten an – mit viel Ehrgeiz und Motivation. Klaus Wermker (76) und Arndt Paykowski (50) sind zwei von ihnen und sie fahren zusammen, denn in der Gemeinschaft ist man stärker.

Damit wir eine Vorstellung von den Besonderheiten der sieben Etappen und ihrer Pässe bekommen, erzählen uns Klaus Wermker und Arndt Paykowski, was auf sie zukommen wird!

“Eine wenig anspruchsvolle Etappe über den Brenner. Gut geeignet zum Einrollen, 90 km mit 1.174 Höhenmetern.”

Jetzt wird es ernst! Warm fahren auf den ersten 30 km von Brixen, 500 m über dem Meeresspiegel (m ü.M.) nach Elzenbaum, 900 m ü.M. Dann 12 km Anstieg zum Penser Joch (2.100 m)
Dann eine rasende Abfahrt über fast 50 km. Das ist keine Erholung bei mehr als 50 km/Std. in einem Pulk von vielleicht 30 Fahrern unterwegs zu sein, die nur Zentimeter vor, hinter, neben einem sind. Bei Tageskilometer 90 etwa darf wieder gestiegen werden. Mehr als 1.200 Höhenmetern müssen bewältigt werden, um nach insgesamt 143,3 km und 3.473 HM Kaltern zu erreichen.”

“Sie beginnt ohne Einleitung mit dem Anstieg von rd. 880 Hm auf den Mendelpass. Danach folgt eine 30 km lange Abfahrt bis zum Fuß des Passo Tonale, den wir auf einer langen, aber vergleichsweise leichten Auffahrt bei ca. 1.900 m Höhe erreichen.
Dann folgt eine kurze, steile Abfahrt von 10 km Länge, die uns zum Fuß des Gavia Pass führt. Nun müssen 1.300 HM bewältigt werden, um das „Dach“ der diesjährigen Tour auf 2.618 m zu erreichen. Unsere südliche Anfahrt erfolgt über eine sehr schmale Straße, in deren Kehren zwei Autos nicht gleichzeitig durchfahren können. Dieser Pass wird zwar schon seit der Steinzeit begangen, aber eine Fahrstraße ist erst im 1. Weltkrieg gebaut worden. Nach 137 km und 3.749 HM dieser  „Königsetappe“ sind wir in Bormio.

“Wir beginnen auch an diesem Tag sofort mit einem Anstieg und zwar auf den Umbrailpass. Dabei klettern wir von 1.200 m auf über 2.400 m und überqueren dabei die Grenze zur Schweiz, fahren 10 km bergab, passieren in Santa Maria ein Kloster mit Fresken aus dem Mittelalter, das Karl d. Große gegründet hat (Weltkulturerbe) und erklimmen dann in zwei Stufen den Ofenpass auf 2.200 m. Eine schöne Abfahrt führt uns dann in leichtem auf und ab rund 60 km durch das Unterengadin, dass wir dann über den Berninapass  2.300 m wieder verlassen. Die landschaftlich schönste Etappe der Tour. Nach Überqueren der Forcula di Livigno, 2.400 m sind wir nach insgesamt 133 km und 3.455 HM in Livigno.”

“Wir fahren von Livigno über Passo d`Eira und Passo Fascagno und fahren dann gute 50 km bergab, rasend schnell, Stress pur bis nach Mazzo Di  Valtellina. Jetzt folgt meine persönliche Herausforderung – der Passo Mortirolo.

Wir sind ihm in unserer Tourgeschichte schon zweimal begegnet und ich konnte ihn nie durchfahren, ohne ein paar Kilometer zu Fuß zu gehen. In diesem Jahr werde ich diese rd. 1.400 HM  schaffen ohne abzusteigen.

Dieser Pass wird immer wieder auch im Giro d`Italia gefahren. In unserem Roadbook werden zwar maximal 12% Steigung angegeben auf etwa 11 km der Strecke, aber die schlauen Radcomputer  weisen gelegentlich 16 -18% nach. Nach „nur“ 109 km und 2.458 HM erreichen wir Aprica.”

“Sie ist mit knapp 85 km kurz, aber auf dieser kurzen Strecke müssen 2.251 HM erklommen werden, u.a. der Mortirolo von seiner leichten Seite und erneut der Passo Tonale.”

“Dieser Tag führt uns ans Ziel und  fordert nur 99,9 km und über 4 Anstiege – gute Vertraute aus den vergangenen Jahren — 2.299 HM  immer noch keine reine Erholung. Aber irgendwann schauen wir auf den Gardasee hinunter, freuen uns, dass wir es wieder geschafft haben und sind ein wenig traurig, dass es vorbei ist.”

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Was gute Freundschaften bewirken können, wissen Klaus und Arndt sehr genau, denn gemeinsam treten sie an. Die TOUR Transalp verlangt ihnen viel ab. Mit einem echten Freund und Partner an der Seite schaffen sie gemeinsam alle Anstrengungen und wachsen an den Herausforderungen. Das erleben auch die “Glückskinder”, die im Projekt der Ehrenamt Agentur Essen e.V. einen starken Partner zur Seite gestellt bekommen.

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Über das Projekt Glückskind

Jeder junge Mensch braucht einen Erwachsenen, der für ihn brennt.

Seit 2006 bringt die Ehrenamt Agentur Kinder der 2. bis 4. Klassen und ehrenamtliche Erwachsene in Patenbeziehungen zusammen. In einem betreuten Gruppenprogramm lernen die Paare sich kennen und entdecken z.B. die Umgebung der Kinder (Stadtteildetektive), widmen sich Themen wie Umweltschutz, Kinderrechten, der Entwicklung von Kreativität und Selbstwirksamkeit, um nach 5-6 Monaten ihre gefestigten Patenbeziehungen eigenständig weiterzuführen!

Angeleitet durch die Ehrenamt Agentur, begleiten die Ehrenamtlichen die Heranwachsenden als Vorbilder, Mutmacher und Impulsgeber und erleichtern so den Start für einen gelingenden Lebens- und Berufsweg! Die Pat*innen schenken ihre Zeit, stehen solidarisch zur Seite und haben ein offenes Ohr für das, was ihre Patenkinder bewegt.

Diese Erfahrung prägt positiv für das ganze Leben.

Kinder und Jugendliche orientieren sich an Erwachsenen. Sie wünschen sich zuverlässige Menschen, die ihnen zur Seite stehen, damit sie sich ausprobieren und entfalten können. Die Erfahrung einer Paten-Beziehung stärkt die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Sie werden selbstbewusster und entwickeln die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Die Zahl der Essener Kinder und Jugendlichen mit Bedarf steigt. Erreicht werden Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund aus ökonomisch und sozial benachteiligten Haushalten, die von ihren Eltern nicht ausreichend in ihrer Entwicklung gefördert werden können. Aber auch Kinder, die belastenden familiären Situationen ausgesetzt sind, profitieren von einer Projektteilnahme.

Diese ehrenamtlichen Mentoringprogramme benötigen hauptamtliche Koordination und Begleitung, um kontinuierlich und wirkungsvoll umgesetzt zu werden. Jedes Jahr werden 40 neue Patenschaften gestiftet und die laufenden weiter betreut. Dafür benötigt wir Ihre Spendenunterstützung!